Auf nach Brüssel!

Vom 08. bis 12. Juli fuhren etwa 30 Junge Grüne nach Brüssel, um die EU-Institutionen näher kennenzulernen und über diese ausführlich diskutieren zu können.

Nach einer Nacht im Bus begann der erste Tag zuerst mit einem guten Frühstück und einem Stadtrundgang. Danach ging es auf ins Büro der Europäischen Grünen, in dem nach einer kurzen Stärkung Workshops mit Jan Albrecht und Ska Keller stattfanden, die beide grüne Europaabgeordnete und von der Grünen Jugend Deutschland sind. Inhaltlich wurde diskutiert, wie eine demokratischere EU aussehen könnte, wie es mit den EU-Erweiterungen weitergeht und welche Konzepte eines vereinigten Europas es gibt.

Am Abend trafen wir Vertreter*innen der Écolo Jeune, der Jugendorganisation der wallonischen Grünen sowie der Jong Groen, die flämische Jugendgruppe. Gemeinsam diskutierten wir das politische System Belgiens, stellten unsere Organisationen vor und verbrachten einen unterhaltsamen Abend, der – fehlendes Nachtbusnetz sei Dank – früh zu Ende ging.

Der nächste Tag startete mit einem Besuch des Rates der Europäischen Union, bei dem der Aufbau und die Arbeit des Rates anhand des Umweltbereiches erklärt wurden. Hier wurden auch die Machtverhältnisse innerhalb der EU kritisiert. Derzeit hat mit Zypern ein sehr kleines Land den Vorsitz des Rates inne. Zu Mittag gab es als Stärkung einen Zwischenstopp bei der angeblich besten belgischen Frittenbude, deren Fritten nur einem Teil der Gruppe geschmeckt hatten. Der andere Teil verweigerte die in Rinderfett frittierten Kartoffelschnitze und fand die in Pflanzenöl gebackenen Fritten der Imbissbude gegenüber noch besser. Am Nachmittag ging es weiter in die ständige Vertretung von Österreich, die für die Repräsentation Österreichs in der EU verantwortlich ist. Dort hielten sowohl der Botschafter als auch die Umweltattachée Österreichs einen kurzen Vortrag. Auch dem Wienhaus, der Vertretung der Stadt/des Landes Wien in Brüssel, statteten wir einen Besuch ab bevor bei belgischem Bier den Abend in der Stadt ausklingen ließen.

Der Mittwoch startete mit der Europäischen Kommission, wo unter anderem die Aufgabengebiete und die Zusammensetzung der Kommission erklärt wurden. Die vom Boulevard ewigbeklagte Brüsseler Bürokratie entpuppte sich als verhältnismäßig sehr schlanken Verwaltungsapparat, der durchaus effizient arbeitet, allerdings im Brüsseler Machtspiel den Interessen der Nationalstaaten ausgesetzt ist. Anschließend ging es weiter ins EU-Parlament. Dort gab es zuerst eine Führung in den Sitzungssaal und danach erzählten die EU-Abgeordneten der österreichischen Grünen Ulrike Lunacek und Eva Lichtenberger von ihrer umfassenden Arbeit als Parlamentarierinnen. Zur Abrundung des Blocks „EU“ wurde das Parlamentarium, ein interaktives Museum, das sich mit dem Thema EU und ihre Geschichte beschäftigt, besucht.

Das politische Programm wurde abends im Brüsseler Nachtleben vermutlich weiterdiskutiert, genaue Aufzeichnungen dazu sind aber nicht vorhanden. Der Donnerstag wurde von den Teilnehmer*innen schließlich selbst gestaltet, um berühmte Stätten wie das Atomium aufzusuchen, um Bier und Schokolade zuhauf einzukaufen oder um einfach mal der Faulheit in einem Brüsseler Kaffeehaus frönen zu können.

Junge Grüne in Brüssel

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