Frei.Wild-Konzert in Grazer Stadthalle absagen

Wir fordern die Absage des Konzerts der rechtsextremen Band Frei.Wild in der Stadthalle Graz am 10. Mai 2013 und stattdessen den 8. Mai – den Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus – offiziell zu feiern.

Die rechtsextreme Szene und ihre führenden Köpfe setzen bereits seit längerer Zeit auf die Karte Musik um nationalistisches und völkisches Gedankengut zu verbreiten. Durch das Vehikel Musik wird ein Einstieg in die rechtsextreme und neo-nazistische Szene befördert. Texte der Band fallen durch Gewaltverherrlichung, Rassismus, und einer Täter-Opfer- Umkehr auf. „Wir wollen keinen Raum, keine Stadthalle, für eine rechtsextreme Band die jede Gelegenheit nutzt ihre völkische Propaganda zu verbreiten“, fordert Cengiz Kulac, Bundessprecher der Jungen Grünen.

Dass die Band auch die in der rechtsextremen Szene übliche antisemitische Täter-Opfer-Umkehr beherrscht, zeigt sich an Liedtexten mit Bezügen auf den 1939 eingeführten Judenstern wie: „Keine Gnade und im Zweifel nicht für dich/Heut gibt es den Stempel, keinen Stern mehr“. „Die Täter-Opfer-Umkehr, man sei ja die „neuen Juden“, verschlüsselt in solchen Sprüchen, dient besonders dazu den harten Kern der Szene, also Neo-Nazis anzusprechen“ erklärt Kulac und fährt fort: „Es kommt nicht von ungefähr, dass sich die Band besonders in der NPD großer Beliebtheit erfreut“.

Die Jungen Grünen fordern die Stadt Graz daher auf die Veranstaltung abzusagen. Anstatt einer rechtsextremen Band die Bühne zu bieten sollte der zeitliche Rahmen genützt werden, um den 8. Mai 1945, die Befreiung vom Nationalsozialismus zu feiern und den Opfern dieses Terrorregimes zu gedenken.

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