Junge Grüne: Bürgermeister Nagl muss sich für Video entschuldigen

Als rassistisch stufen die Jungen Grünen eine Videobotschaft von Siegfried Nagl zur Asylpolitik ein. Sie fordern eine Entschuldigung für seine fremdenfeindliche Entgleisung. 

“Bürgermeister Nagl unterstellt Flüchtlingen pauschal, Vergewaltiger zu sein, um daraus politisches Kleingeld zu schlagen”, kritisiert Victoria Vorraber, Sprecherin der Jungen Grünen Steiermark. Die Forderung, vor Krieg und Not flüchtende Menschen auszugrenzen und dem Tod zu überlassen, sei zynisch und menschenverachtend. “Dieses Anbiedern an den rechten Rand ist politisch fatal. Als Bürgermeister der Menschenrechtsstadt Graz muss sich Siegfried Nagl für diese untragbare Entgleisung entschuldigen”, so Vorraber. 

In einem online verbreiteten Video forderte Nagl, dass Österreich nicht mehr als 100.000 Flüchtlinge aufnimmt. Die Einführung einer solchen “Obergrenze” stieß zuletzt auf breite Ablehnung. Auch der Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung, Christian Konrad, lehnt eine Obergrenze ab. “Derzeit machen Asylsuchende nur rund 1% der Bevölkerung aus. Wie hoch die Aufnahmekapazitäten sind, ist eine reine Frage des politischen Willens. Anstatt zu hetzen wie die FPÖ oder PEGIDA, sollte Bürgermeister Nagl seinen Job machen. Auch die Stadt Graz kann und muss mehr tun, um schutzsuchenden Menschen zu helfen.” 

Rückfragehinweis
Victoria Vorraber 
Sprecherin
Junge Grüne Steiermark
victoria.vorraber@junge-gruene.at 
Tel.: 0664 4509379
stmk.junge-gruene.at 

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