Presseaussendung: Junge Grüne fordern Gedenkstätte für NS-Lager Liebenau

Graz, Dienstag 28.03.2017

Mit der Errichtung einer 3 Meter hohen schwarzen Säule mitten am Grazer Hauptplatz starten die Jungen Grünen ihre Kampagne “Mauer des Schweigens durchbrechen”. Die Jungen Grünen fordern damit symbolisch eine Gedenkstätte, als  Fixpunkt in Graz für lebendige Gedenkkultur ein. Die wenigsten Grazer*innen wissen, dass es mitten in Graz ein NS-Lager gegeben hat und auch, dass Graz “Stadt der Volkserhebung” war, ist jüngeren Generationen nicht mehr bewusst. Durch die  Errichtung einer Gedenkstätte für die Opfer des NS-Lagers Liebenau soll lebendiger Gedenkkultur Raum gegeben werden.


“In Graz fand der Holocaust direkt vor der eigenen Haustüre statt. Die Stadt Graz hatte über 70 Jahre Zeit, Raum für lebendige Gedenkkultur zu schaffen. Trotzdem verschließt sich die Stadt bis heute vor der gesellschaftlichen Aufarbeitung des ehemaligen NS-Lagers”, sagt Nina Wöhry, Sprecherin der Jungen Grünen Graz.


Im Nationalsozialismus trug Graz den NS-Ehrentitel “Stadt der Volkserhebung”, da sich in Graz besonders viele Menschen im NS-Regime engagierten.
“Gerade in Anbetracht dieser problematischen Rolle im Nationalsozialismus ist es inakzeptabel, dass die Stadt ihre Verantwortung, das Lager aufzuarbeiten, nicht wahrnimmt”, betont Wöhry.

 

Im NS-Lager Liebenau wurden im Nationalsozialismus hunderte ungarische Juden und Jüdinnen gefangen gehalten, um sie in Todesmärschen über die Alpen nach Mauthausen zu treiben.
Auch Ermordungen am Lagergelände in Liebenau sind belegt. Es ist davon auszugehen, dass nach wie vor Opfer am Gelände vergraben sind.

Foto: li Tristan Ammerer (Aktivist bei den Grünen Studierenden), re Nina Wöhry (Sprecherin der Jungen Grünen Graz) – Mauer des Schweigens durchbrechen

Weiterführende Links:

http://sciencev2.orf.at/stories/1711093/index.html

Rückfragehinweis

Nina Wöhry
Mail: nina.woehry@junge-gruene.at
Tel: 06641124377

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