Presseaussendung: Junge Grüne fordern Geschichte Aufarbeiten statt Bauarbeiten

Junge Grüne: Geschichte aufarbeiten statt Bauarbeiten

Graz, Montag 03.04.Mit einer Fotoaktion unter dem Motto “Aufarbeiten statt Bauarbeiten” setzten die Jungen Grünen und die Grünen Studierenden am Gelände des ehemaligen NS-Lager Liebenau ein Zeichen für die lückenlose Aufarbeitung des Lagers und der dunklen Vergangenheit von Graz. Im Zuge der Kampagne “Mauer des Schweigens durchbrechen” fordern sie die Stadt Graz auf, Verantwortung für das Erinnern an die Zeit des Nationalsozialismus zu übernehmen. Graz galt zur NS Zeit als “die Stadt der Volkserhebung”, der Holocaust fand auch hier genau vor der Haustür der Grazer und Grazerinnen statt. Doch diese Tatsache ist den wenigsten heutzutage bewusst.

“Obwohl sich Organisationen und Einzelpersonen seit Jahren um eine aktive Gedenkkultur in Graz bemühen ist eine bewusste Aufarbeitung der Vergangenheit nur möglich wenn sich auch die Stadt Graz hierfür verantwortlich fühlt,doch diese scheint kein Interesse daran zu haben”, sagt Nina Wöhry, Sprecherin der Jungen Grünen Graz.

Die Bauarbeiten für das Murkraftwerk betreffen auch das ehemalige Lagergelände. “Bauarbeiten durchzuführen, an einem Ort wo solche Gräueltaten stattfanden, empfinden wir als eine Verhöhnung der Opfer des NS-Regimes”, so Wöhry. “Dass die Stadt Graz den Bauarbeiten einen höheren Stellenwert beimisst, als der Aufarbeitung des NS-Lagers Liebenau ist skandalös”, betont Wöhry.

Hunderte Juden und Jüdinnen wurden in der Zeit des Nationalsozialismus im NS-Lager Liebenau gefangen gehalten und in weiterer Folge nach Mauthausen getrieben oder vor Ort erschossen.

Anhang:

Foto 1: li David Erhold (Sprecher der Jungen Grünen Steiermark), re Nina Wöhry (Sprecherin der Jungen Grünen Graz und Aktivistin bei den Grünen Studierenden)

Weiterführende Links:
http://sciencev2.orf.at/stories/1711093/index.html

Rückfragehinweis

David Erhold
Mail: stmk@junge-gruene.at
Tel: 0664 4509379

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