Presseaussendung: NS-Propaganda an der Montanuni in Leoben untragbar


(links: Nina Wöhry, Sprecherin der Jungen Grünen Steiermark, rechts: Julia Bergmann, Co-Sprecherin der Jungen Grünen Steiermark)

Graz, 22.01.2018

Auf der Montanuniversität Leoben wurden am 10. Januar 2018 Flugblätter mit NS-Propagandabild verteilt. Die Leobener Burschenschaft “Leder” machte damit gegen die Eheöffnung für homosexuelle Paare Stimmung. Dass dafür auf ein Gemälde von Nationalsozialist Wolfgang Willrich zurückgegriffen wurde, sorgte für Aufsehen. Noch mehr erregt aber die Reaktion des Rektorats der Universität die Gemüter: “Dieser Umgang ist ein stiller Willkommensgruß an Nationalsozialisten an der Montanuniversität” meint Nina Wöhry, Sprecherin der Jungen Grünen Steiermark.

“Hinterfragenswert” und “gelinde gesagt ‘fürchterlich’” finde das Rektorat diese Aktion, diesem seien aber die Hände gebunden, heißt es in zwei Stellungnahmen. Warum es gegenüber nationalsozialistischer Ideologie gelindes Zaudern statt klaren Grenzen gäbe, verstehen die Jungen Grünen nicht. “Ist nationalsozialistische Propaganda das Interesse der Montanuniversität, Herr Rektor?”, fragt Julia Bergmann, die zweite Sprecherin der Jungen Grünen Steiermark, und spielt dabei auf die Selbstbezeichnung der Burschenschaft Leder an. Diese schreibt auf ihrer Homepage, “jederzeit die Interessen der Montanuniversität zu verteidigen”.

Wir fordern das Rektorat der Montanuniversität auf, sich klar von dieser Aktion zu distanzieren und eine rote Linie zu ziehen. Es muss klar sein, dass der Montanuniversität solche Aktivisten nicht willkommen sind und wer solche Bilder verwendet, im absoluten Gegensatz zu den Interessen der Montanuniversität steht”, schließt Nina Wöhry.

Rückfragehinweis:
Nina Wöhry
Tel.: 06641124377
Mail: nina.woehry@junge-gruene.at

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