Graz: Lesekreis „Geschichte verstehen – Zukunft verändern” 7. Einheit


Der Sozialist Karl Kautsy ist heute gegenüber Persönlichkeiten wie Rosa Luxemburg oder Lenin in den Hintergrund gerückt. Dennoch war der »Papst des Marxismus«, wie Kautsky zu Lebzeiten genannt wurde, nach dem Tod von Marx und Engels über Jahre hinweg der einflussreichste Theoretiker innerhalb der sozialistischen Bewegung.

Es ist wohl auch der Grund für seine heutige Rezeption, dass Karl Kautsky wie kaum ein anderer die Vorkriegs-SPD und ihren Werdegang repräsentierte: Nach jahrelanger Illegalität wuchsen Organisierungsgrad und Schlagkraft der Sozialdemokratie um die Jahrhundertwende stark an. Kautsky und der Parteivorstand, das »Marxistische Zentrum«, mussten in dieser Zeit die marxsche Theorie der proletarischen Revolution gegen neue Theorien verteidigen, die auf einen Weg der Reformen hin zum Sozialismus drängten.
»Der Weg zur Macht« (1909) war das letzte Werk, in dem Kautsky seinen revolutionär-marxistischen Standpunkt darlegte und verteidigte. Nach überwältigendem Gegenwind – vor allem im Parteivorstand – beugte sich der Theoretiker seiner eigenen Partei und stellte sich im Ersten Weltkrieg – wie die SPD als Partei – auf die Seite des Deutschen Kaiserreichs.

In der Einheit wollen wir uns ansehen, was den »Orthodoxen Marxismus« Kautskys charakterisierte und woher die Kräfte kamen, vor denen Karl Kautsky schlussendlich kapitulierte.

Was? Einheit vom Lesekreis »Geschichte verstehen – Zukunft verändern« zu Karl Kautsky und dem Orthodoxen Marxismus
Wann? Dienstag, 6. Februar, 18:30 – 21:00
Wo? Graz, Universitätsplatz 1, SR 03.01

Auch Neueinsteigende sind herzlich willkommen. Für den Text oder bei Fragen zum Lesekreis könnt ihr euch per PN oder unter ninawoehry@gmail.com melden.

Xaver und Nina vom Lesekreisteam freuen sich über Dein Kommen! 🙂

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