Schwere Kritik an neuem Uni-Rat für Montanuni

Die Nominierungen für den Unirat der Montanuni Leoben sorgt für massive Proteste: Am vergangenen Mittwoch beschloss die Bundesregierung, den deutsch-nationalen Burschenschafter Hannes Hundegger in das Aufsichtsorgan der Leobner Universität zu nominieren. Hundegger ist Mitglied der Burschenschaft Leder, gegen die von der Staatsanwaltschaft wegen Verhetzung ermittelt wird. Erst kürzlich erschütterte ein Skandal um die Burschenschaft “Leder” die Montanuniversität, als sie Flyer verteilte, die NS-Propagandamaterial zeigten und gegen Homosexuelle hetzten.

“Dass die Bundesregierung einen Burschenschafter just jener Verbindung, die NS-Propagandabilder an der Uni verteilte, in den Unirat nominiert, ist ein Skandal”, so Nina Wöhry, Sprecherin der Jungen Grünen Steiermark. Und weiter: “Die völkischen Burschenschaften stehen weit außen am rechten Rand. Ihre Blut-und-Boden-Ideologie, ihr frauen- und fremdenfeindliches Weltbild und ihre Verbindungen in rechtsextreme Milieus sind unvereinbar mit den Grundwerten einer Universität!”

“Wie an allen anderen steirischen Hochschulen soll ein Mitglied einer rechtsextremen Verbindung in die leitenden Hochschulgremien gesetzt werden”, meint Wöhry. Denn auch an der Universität Graz und der Technischen Universität Graz haben ÖVP und FPÖ Burschenschafter als Uniräte nominiert, die Kritik von Lehrenden und Studierenden ernten. Vom Rektorat der Universität Leoben fordert Wöhry eine Stellungnahme zur Nominierung eines Mitglieds jener Burschenschaft, die als Konsequenz auf den NS-Flyer-Skandal erst kürzlich von allen Feierlichkeiten der Universität ausgeschlossen wurde.

Rückfragehinweis:
Tristan Ammerer
Junge Grüne Steiermark
steiermark@junge-gruene.at
06642332523

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